Wenige Tage nach dem Todesfall eines obdachlosen Mannes in der Dortmunder Innenstadt ist bekannt geworden, dass ein weiterer Obdachloser im öffentlichen
Raum verstorben ist. Für bodo e.V. zeigt sich daran, wie dringend der Handlungsbedarf ist. Die Position des Sozialamtes, dass Obdachlosigkeit bei
diesen Temperaturen eine freiwillige Entscheidung sei, ärgert den Verein.
Nach dem Tod eines wohnungslosen Mannes in der Dortmunder Innenstadt am Wochenende macht der bodo e.V. noch einmal deutlich, dass es funktionierende Angebote für Wohnungslose im Winter braucht. Vor über einem Jahr hatte die Stadt Dortmund zusätzliche niedrigschwellige Unterkünfte angekündigt, die immer noch nicht geschaffen sind“, sagt bodo-Sozialarbeiter Lutz Rutkowski. „Wenn wohnungslose Menschen nicht in den Übernachtungsstellen ankommen, heißt das, dass diese nicht so funktionieren, wie sie sollten.“
Mindestens 531.600 Menschen in Deutschland haben keine eigene Wohnung das geht aus dem Wohnungslosenbericht hervor, den die Bundesregierung gestern veröffentlicht hat. Dazu gehören nach einer Hochrechnung auch rund 47.000 Menschen, die ohne Unterkunft auf der Straße leben. bodo fordert die schnelle Umsetzung nötiger Maßnahmen – denn Wohnen ist ein Menschenrecht.
Stina Holmquist hofft mit ihrem betörenden Indie-Pop auf den Durchbruch, Xenia Brandt kann heute Witze über ihre Zeit auf der Straße machen auf Comedy-Bühnen, Anna Nick will mit den Eisadlern in die zweite Eishockey-Liga aufsteigen, Frank Nonnenmacher kämpft seit Jahrzehnten für die Rehabilitierung der NS-Opfer, die die Nazis „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ nannten, Verena Löffler forscht zu Grundeinkommen und Wohnungslosigkeit.
In den bodo-Anlaufstellen geht es um elementares: einen Platz zum Aufwärmen einen Ort, um von der Straße Ruhe zu finden, ein Getränk und die Möglichkeit, Rat und Unterstützung zu finden. In Dortmund hat der Verein nun seine Anlaufstelle für Wohnungslose komplett renoviert. 10.000 Euro Unterstützung gab es dafür von der Gemeinwohl-Stiftung der Sparkasse Dortmund.
Straßenmagazin, Sozialarbeit, Bildungsarbeit und Beschäftigungsprojekte – was uns in unserer Arbeit antreibt und was wir erreicht haben, haben wir in unserem Jahresbericht zusammen gestellt. Viele Infos zu unserer Arbeit auf 16 Seiten.
45 Jahre lang war Hasan Şahin Gesicht und Seele des Buchladens, Cafés und Kulturhauses Taranta Babu im Dortmunder Klinikviertel. Für unser September-Heft hatten Sophie Schädel und Daniel Sadrowski ihn zum Jubiläum des „Taranta“ porträtiert. Am Wochenende ist er gestorben.
Schlagfertig, spontan und immer mit Happy End: das sind die Shows der Impro-Gruppe „Ruhr-Gebieter“. Mit einer Nikolaus-Show sind sie am 6. Dezember in unserem Dortmunder Buchladen zu Gast – der Eintritt ist frei.
Am Samstag, 7. Dezember, haben wir besonderen Besuch in unserem Bochumer Buchladen: Von 11 bis 14 Uhr ist der Bochumer Kult-Autor und VfL-Liebhaber Frank Goosen zu Gast und signiert Bücher und CDs.
Das Straßenmagazin erscheint im Dezember mit einem Viertel mehr Umfang und u.a. diesen Geschichten: Bodo Rauhut bringt Kindern das Arbeiten mit Holz bei. Dominik Bloh erklärt, was nach der Straße kommt. Amar und Huda Refai sind vor zehn Jahren aus Homs nach Dortmund geflohen eine Langzeitbegleitung. Peavy Wagner hat Herne auf die Heavy-Metal-Landkarte gebracht. Eckhard John erklärt, wo „O Tannenbaum“ Stadionhymne ist. bodo-VerkäuferInnen backen und zeigen ihre Lieblingsorte.

