Die Karnevals-Saison liegt schon ein Weilchen zurück der alternative Ruhrpott-Karneval „Geierabend“ bereitet sich gerade auf seine Sommersause bei Tante Amanda im Juli vor. Was seit vielen Jahren in keiner Session fehlt: die Spendenaktion für bodo. Nach jeder Vorstellung werfen viele BesucherInnen übriggebliebene Wertmarken in eine große Spendenbox und unterstützen so die gemeinnützige Wohnungslosenhilfe von bodo. In diesem Jahr sind mehr als 6.200 Euro zusammen gekommen.
Am 9. Mai wird ein neues Europäisches Parlament gewählt, in mehreren deutschen Bundesländern stehen in den nächsten Monaten außerdem Kommunalwahlen an. Auch Menschen ohne festen Wohnsitz haben ein Wahlrecht, überall wählen dürfen sie nicht. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe fordert, den diskriminierenden Ausschluss von demokratischer Teilhabe und fordert, die Wahlgesetze zu ändern.
Koch und Gesundheitscoach Luke Jaque-Rodney weiß, wie wir gesund alt werden, Sebastian Kurtenbach forscht zur komplexen Selbstverständlichkeit Nachbarschaft, Aleksandra Chrzanowska hilft Flüchtlingen auf der polnischen Urwaldroute, Andrzej und Szymon starben an aufeinanderfolgenden Tagen auf Dortmunds Straßen, Kazım Çalışgan erinnert sich an Kemnade International: Das Straßenmagazin im Mai.
In den nächsten Wochen sind wir wieder viel in unserem Einzugsgebiet unterwegs – sind anderswo zu Gast oder laden zu uns ein. Wo wir auch sind: Wir freuen uns über Ihren Besuch. Kommen Sie vorbei!
Binnen zwei Tagen sterben in Dortmund zwei Menschen auf der Straße. An der Reinoldikirche wird ein wohnungsloser Mann bei einem Einsatz von der Polizei erschossen. Nur einen Tag später wird am Hafen ein Mann erstochen. Die Fälle schockieren, verunsichern. Mehr über die Menschen zu erfahren ist schwierig und zeigt, wie anonym Wohnungslosigkeit mitunter ist.
Bis 2030 will die Bundesregierung Wohnungs- und Obdachlosigkeit nachhaltig überwinden. Dazu hat sie heute ihren „Nationalen Aktionsplan“ vorgestellt. Für den bodo e.V. sind die formulierten Maßnahmen aber nicht konkret genug, um Wohnungslosigkeit schnell zu beenden.
Es war eine Meldung, die in Dortmund seltsam unbeachtet blieb: Im Dezember gaben Deutschlands größter Betreuungsdienstleister European Homecare und die Schweizer ORS-Group ihre Fusion bekannt. Unter dem Dach des Konzerns Serco wollen sie „sich als Markt- und Qualitätsführer präsentieren“. Der neue Mutterkonzern bietet eine bunte Mischung an Dienstleistungen: Eisenbahnen, Gefängnisse, Geflüchtetenunterkünfte und Service für die Rüstungsindustrie.
Wieder wird eine Gewalttat gegen einen wohnungslosen Menschen in Dortmund bekannt. Bereits am Osterwochenende hat ein bisher unbekannter Täter den Schlafplatz einer wohnungslosen Frau in Brand gesetzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes.
Nur einen Tag nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen obdachlosen Mann in der Innenstadt ist in Dortmund wieder ein Mann ohne festen Wohnsitz getötet worden. Er starb nach Polizeiangaben am Donnerstagabend (4. April) nach einem Angriff. Es wurden vier minderjährige Tatverdächtige ermittelt.
Bei einem Polizeieinsatz in der Dortmunder Innenstadt ist am Mittwochabend (3. April) ein 52-jähriger wohnungsloser Mann von der Polizei angeschossen worden. Er soll vorher einen anderen Wohnungslosen angegriffen haben. Der Mann ist im Krankenhaus verstorben.

