bodo-VerkäuferInnen haben uns erzählt, was ihnen Essen bedeutet, was sie damit verbinden und welche Gerichte sie besonders mögen. Herausgekommen ist ein Kalender für 2024 mit ganz persönlichen Geschichten – und immer einem Rezept. Ab November wird er erhältlich sein. Was liegt da näher als auch gemeinsam den Kochlöffel zu schwingen?
Iuditha Balint bereitet ein Jubiläum vor, Ulrike Franke und Michael Loeken machen Dokumentarfilme, Birgit Pohlmann setzt Generationen-Wohnprojekte um, Gundula Brentrup ist Erinnerungsschneiderin, Christian Maschewski träumt nach 30 Jahren Sucht vorsichtig von der Zukunft, bodo-VerkäuferInnen kochen und sammeln Rezepte für einen „Street Food“-Kalender: das Straßenmagazin im Oktober.
Ein sicheres Gefühl in Clubs und bei Konzerten, Crowd-Daten für die Radwende, Weltretterwürmchen auf dem Teller, bessere Bedingungen für ausländische Fachkräfte, Selbermachen im Kortländer Kiez, ein Ende der Wohnungslosigkeit bis 2030: In der Septemberausgabe des Straßenmagazins geht es um Lösungen.
Mehr als 78.000 Menschen waren in NRW im vergangenen Jahr wohnungslos, gut 30.000 mehr als 2021. Das Sozialministerium führt den drastischen Anstieg zum größten Teil auf die Fluchtzuwanderung aus der Ukraine zurück. Das Problem: Ob es noch andere Gründe gibt, lässt sich nicht herausfinden.
Vor allem in Großstädten des Bundesgebiets steigt der Konsum von Crack. Als Derivat von Kokainhydrochlorid, das mit Natron vermischt und erhitzt wird, wirkt es vielfach stärker und schneller als Kokain. Jan Sosna und Olaf Schmitz leiten in Dortmund die Drogenhilfeeinrichtung „kick“ und den angeschlossenen Drogenkonsumraum. Im Interview erzählen sie, wie Crack die Szene, das Stadtbild und ihre Arbeit verändert.
Eigentlich erzählt das Straßenmagazin „Geschichten von hier“, Reportagen von „um die Ecke“, Interviews mit Persönlichkeiten aus der Region. Die aktuelle Ausgabe ist etwas anders: Im August-Heft reist bodo um die Welt und erzählt Geschichten aus dem internationalen Netzwerk der sozialen Straßenzeitungen.
Die Klimakatastrophe sorgt auch bei uns für eine Zunahme der Hitzetage. Besonders heizen sich im Sommer die Innenstädte auf. Genau hier halten sich Menschen ohne Wohnung oft auf. Weil die existenziellen Hilfsangebote nah sind, weil hier auch nachts noch ein Kiosk oder Imbiss geöffnet ist, weil hier ein bisschen Geld mit Flaschensammeln oder Betteln zu verdienen ist. Wir haben mit Menschen gesprochen, die ihren Tag in der Dortmunder Innenstadt verbringen, auch mit VerkäuferInnen des Straßenmagazins, und gefragt, wie sie sich gegen heiße Tage wappnen.
Marlen Hobrack schreibt über eine Frau ihrer Klasse und über eine Hochstaplerin wider Willen. World-Press-Photo-Preisträger Nikita Teryoshin hat die Menschen rund um den Phoenix-See fotografiert. Gerben Bergstra leitet mit der Zeche Nachtigall eins der schönsten Industriemuseen der Region. Das Straßenmagazin im Juli.
In der Juniausgabe des Straßenmagazins spricht Dortmunds Stadtschreiber Alexander Estis über die Kraft kurzer Prosa, Sylvia Wagner über den Kampf deutscher Heimkinder für Gerechtigkeit, Guy Dermosessian über seinen Raum für Bochums außereuropäische und diasporische Community und Graffiti-Pionier Mason über seine Bilder auf S-Bahnen und in Galerien.
Neonazis haben am Himmelfahrts-Wochenende mehrere wohnungslose Menschen in Dortmund angegriffen. Sozialdarwinismus, die Abwertung von Armen, Obdachlosen, „Randständigen“ als minderwertig, ist fester Teil rechter Denkmuster.

