Bill Nighy spielt die Hauptrolle in einem Netflix-Film über den Homeless World Cup, Chrizzi Heinen ist die neue Stadtschreiberin in Dortmund, Kevin Nikodem lebt in einem 50er-Jahre-Museum, Sabine Bösing zweifelt am Aktionsplan der Bundesregierung gegen Obdachlosigkeit, Dieter Link-Stern hat eine Frischluftschneise in ein beeindruckendes Biotop verwandelt, Nicola Schubert macht dokufiktionale Audiowalks.
Bis 2030 soll niemand mehr obdachlos sein – dieses Ziel haben sich die 27 EU-Staaten in der Erklärung von Lissabon gesetzt. Auch die Bundesregierung will es erreichen und hat nach mehr als anderthalb Jahren Erarbeitung einen Nationalen Aktionsplan vorgestellt, der die Maßnahmen dafür abstecken soll. Den erhofften Aufbruch liefert der aber nicht.
Koch und Gesundheitscoach Luke Jaque-Rodney weiß, wie wir gesund alt werden, Sebastian Kurtenbach forscht zur komplexen Selbstverständlichkeit Nachbarschaft, Aleksandra Chrzanowska hilft Flüchtlingen auf der polnischen Urwaldroute, Andrzej und Szymon starben an aufeinanderfolgenden Tagen auf Dortmunds Straßen, Kazım Çalışgan erinnert sich an Kemnade International: Das Straßenmagazin im Mai.
Binnen zwei Tagen sterben in Dortmund zwei Menschen auf der Straße. An der Reinoldikirche wird ein wohnungsloser Mann bei einem Einsatz von der Polizei erschossen. Nur einen Tag später wird am Hafen ein Mann erstochen. Die Fälle schockieren, verunsichern. Mehr über die Menschen zu erfahren ist schwierig und zeigt, wie anonym Wohnungslosigkeit mitunter ist.
Es war eine Meldung, die in Dortmund seltsam unbeachtet blieb: Im Dezember gaben Deutschlands größter Betreuungsdienstleister European Homecare und die Schweizer ORS-Group ihre Fusion bekannt. Unter dem Dach des Konzerns Serco wollen sie „sich als Markt- und Qualitätsführer präsentieren“. Der neue Mutterkonzern bietet eine bunte Mischung an Dienstleistungen: Eisenbahnen, Gefängnisse, Geflüchtetenunterkünfte und Service für die Rüstungsindustrie.
Wieder wird eine Gewalttat gegen einen wohnungslosen Menschen in Dortmund bekannt. Bereits am Osterwochenende hat ein bisher unbekannter Täter den Schlafplatz einer wohnungslosen Frau in Brand gesetzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes.
Nur einen Tag nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen obdachlosen Mann in der Innenstadt ist in Dortmund wieder ein Mann ohne festen Wohnsitz getötet worden. Er starb nach Polizeiangaben am Donnerstagabend (4. April) nach einem Angriff. Es wurden vier minderjährige Tatverdächtige ermittelt.
Bei einem Polizeieinsatz in der Dortmunder Innenstadt ist am Mittwochabend (3. April) ein 52-jähriger wohnungsloser Mann von der Polizei angeschossen worden. Er soll vorher einen anderen Wohnungslosen angegriffen haben. Der Mann ist im Krankenhaus verstorben.
Der „bodo“-Einzugskreis wächst: Mit der April-Ausgabe ist das Straßenmagazin jetzt auch in Recklinghausen erhältlich. „bodo“ bietet Menschen in Wohnungslosigkeit und Armut einen Zuverdienst und unterstützt sie dabei, schwierige Lebenslagen zu überwinden. Dafür hat der Verein eine starke Kooperationspartnerin gefunden, die in Recklinghausen schon lange wichtige Arbeit in der Wohnungslosenhilfe leistet: die „Gastkirche“ und „Gasthaus“ in der Altstadt.
Wie spielt man Gitarre im Dino-Kostüm, Christof Leim? Braucht Dortmund ein Gastarbeiter-Denkmal, Hatice Sarikaya? Was fasziniert Sie als Künstler an Freizeitparks, Niklas Goldbach? Wie kann man besser über Behinderung schreiben, Lisa Steiner? Wird es ein Musical bei der Ruhrtriennale geben, Ivo van Hove? Wie findet man in einem Museumsarchiv, was man sucht, Elke Torspecken? Wie initiiert man als ehemaliger Obdachloser ein Forschungsprojekt, Arnd Liesendahl? Antworten gibt es in der April-Ausgabe des Straßenmagazins.


