Vor den Osterferien haben wir wieder Spiele sortiert – und die gibt es in unseren Buchläden jetzt zum halben Preis! Aus Bergen von Brett- und Gesellschaftsspielen für Klein und Groß können Sie sich ihre Ladung für die Ferien aussuchen.
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zwingt Millionen Menschen zur Flucht in die westlichen Nachbarländer, und auch in Deutschland sind bereits Hunderttausende angekommen. Hier begegnen sie Menschen, deren Hilfsbereitschaft riesig ist – und die während der Fluchtzuwanderung seit 2015 vieles gelernt haben, was jetzt hilft. Zu Besuch in Altenbochum.
Seit mittlerweile vier Jahren kooperiert bodo mit den Barber Angels, einem Zusammenschluss von Friseur*innen, die in ihrer Freizeit kostenlos Haarschnitte für Wohnungslose und Bedürftige anbieten. Was vor sechs Jahren als simple Idee startete, ist zu einem internationalen Netzwerk angewachsen. Über 400 ehrenamtliche Mitglieder haben mittlerweile 40.000 Gäste frisiert. Nach diesem Vormittag in Bochum werden es wieder fein paar Dutzend mehr sein.
An sechs Tagen in der Woche sind die „Kaffee & Knifte“-Teams von bodo in den Innenstädten von Dortmund Bochum unterwegs und versorgen Menschen, deren Lebensmittelpunkt die Straße ist, mit dem Nötigsten. Zweimal pro Woche sind Regina und Dennis auf Tour. Die pensionierte Ärztin begleitet die Touren ehrenamtlich, der ehemalige bodo-Verkäufer ist seit November als Stadtführer und Mitarbeiter in der Dortmunder Anlaufstelle für Wohnungslose fest angestellt bei bodo.
bodo 02.22 mit der Spoken-Word-Künstlerin Bernice Ekoula, dem Bochum-„Abläufer“ Lars Graebe, dem Wittener Rapper Lakmann One, EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit, einer Long-Covid-Krankengeschichte, einer Kneipe auf einer Demenzstation, Ärger um Bußgelder für Obdachlose in Dortmund uvm. Die neue bodo – ab heute auf der Straße.
Für Wohnungslose bedeutet Corona noch immer eine Ausnahmesituation. Wo Versorgungs- und Beratungseinrichtungen immer noch unter Einschränkungen arbeiten, ist die Not bei den Betroffenen in den letzten zwei Jahren größer, die Verelendung, von der Wohnungslosenhilfe bundesweit berichtet, zunehmend sichtbar. Spürbar ist auch eine wachsende Resignation.
Mehr als 7.300 Euro Bußgeld sollte ein Obdachloser in Dortmund wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung und wegen Bettelns zahlen. Weil er nicht zahlte, wollte die Stadt sogenannte Erzwingungshaft anordnen. Das hat das Dortmunder Amtsgericht im Dezember in bemerkenswerter Klarheit abgelehnt – und das zuständige Ordnungsamt abgewatscht.
Die Fußstapfen von Steven Sloane, des Bochumer Generalmusikdirektors, mit dem die heimatlosen Bochumer Symphoniker ein eigenes Haus bekamen, sind groß. Sein Nachfolger Tung-Chieh Chuang, 39 und eher jünger wirkend, steht mit Offenheit und Neugier für einen wirklichen Neuanfang. Das ist nur ein Thema der Januar-bodo, die am 30. Dezember erscheint.
In der vierten Welle der Pandemie verschlechtert sich die Situation der Wohnungslosen sogar noch im Vergleich zum vergangenen Winter. Die Entscheidung gegen Einzelunterbringung sowie das Setzen auf die 3G-Regel in den verhältnismäßig engen Tages- und Versorgungseinrichtungen statt auf zusätzliche große Räume mit sicheren Hygienekonzepten stellt Betroffene und HelferInnen vor Probleme.
Mit Zugangsbeschränkungen für Ungetestete und Ungeimpfte wollen Bund und Länder die vierte Corona-Welle in den Griff bekommen. Die meisten Lebensbereiche und auch der öffentliche Raum werden wieder zu Kontrollzonen. Ein Problem ist das für die, die sich dem nicht entziehen können, weil ihr Lebensmittelpunkt die Straße ist.

