In der Nacht zu Freitag hat es nach Angaben der Polizei zwei Raubüberfälle auf obdachlose Männer in der Dortmunder Innenstadt gegeben. Dabei wurden zwei Obdachlose verletzt. Eine der Taten sei gefilmt worden. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise.
Die ersten Konzerte werden im FZW schon wieder geplant. In der Bar des Veranstaltungszentrums ist schon jetzt Hochbetrieb: Dort setzen das Gast-Haus und das Team Wärmebus in Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund seit April die Versorgung wohnungsloser und bedürftiger Menschen fort. Nach einem Jahr der Nothilfe ist für die Wohnungslosenhilfe Gelegenheit, sich im neuen Normal aufzustellen.
An sechs Tagen in der Woche sind wir in der Bochumer und Dortmunder Innenstadt unterwegs, verteilen Essen und Getränke, Hygieneartikel und Schlafsäcke – und, ganz wichtig, informieren über die Angebote und halten Kontakt. Das machen wir jetzt auch per Lastenrad außerhalb der Innenstädte.
Eigentlich treffen wir Metin regelmäßig: beim Erscheinen der neuen Ausgabe am Ausgabetag, an seinem Verkaufsplatz auf dem Dortmunder Westenhellweg oder auch einfach auf einen Kaffee an einer unserer Anlaufstellen. Doch im vergangenen Jahr war alles anders. Nach einem Jahr selbstauferlegter bodo-Zwangspause hat uns Metin das erste Mal wieder besucht und uns von seinem Jahr ohne bodo, seiner Impfung und seiner Mitarbeit an einem Theaterprojekt erzählt.
Das Straßenmagazin im Mai mit Danger Dan, Nesrin Tanç, Olaf Scholz, Susanne Hüttemeister und Jochen Malmsheimer. Außerdem: MieterInnenkämpfe in Witten, Spieleentwickler in der Pandemie, das Mittelalter in Wellinghofen, Kunst und Klima am Silbersee.
Seit April gibt es bei bodo zwei Testtage pro Team und Woche. Neben allen weiteren Maßnahmen – FFP2-Masken für alle Mitarbeiter- und VerkäuferInnen, Home Office wo möglich, getrennte Teams, Möglichkeit zum kontaktlosen Verkauf des Straßenmagazins – hat bodo nun auch eine Teststrategie.
Das Wichtigste am Straßenmagazin ist sein „Vertriebsweg“: der direkte Kontakt, die Erfahrung, dass eigenes Handeln Positives bewirkt. Diese positiven Effekte wollen wir vergrößern: mit dem bodo-Firmenabo.
Eigentlich sollen Testkonzepte in Obdachlosenunterkünften verhindern, dass einzelne Infizierte große Ausbrüche verhindern. Die Umsetzung ist kompliziert und wirft mitunter Fragen auf. Doch nicht die Tests sind das Problem, sondern das Festhalten an Sammelunterbringung in der Pandemie. Ein Kommentar.
Der Bundesrat hat am Donnerstag die tags zuvor beschlossene Novelle des Infektionsschutzgesetzes passieren lassen. Damit treten in Städten und Kreisen mit hohen Inzidenzwerten nächtliche Ausgangssperren in Kraft, die nur in bei triftigen und unabweisbaren Gründen umgangen werden dürfen. Aus einer Formulierungshilfe des Gesundheitsministeriums geht hervor: Wohnungslosigkeit ist ein solcher Grund.
Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz könnten auch verbindliche Ausgangssperren beschlossen werden, um die Ausbreitung des Corona-Virus‘ zu stoppen. Wird ein bestimmter Inzidenzwert überschritten, dürften Menschen dann abends und nachts nur noch in ganz besonderen Ausnahmen vor die Tür, bei Verstößen drohen Bußgelder. Was aber bedeutet das für Obdachlose?

