Als am 17. Oktober Dortmunder Hilfsorganisationen auf den Friedensplatz luden, ging es um mehr als um das gemeinsame Essen an einem der für Wohnungslose oft besonders tristen Sonntage. Es ging auch um Aufmerksamkeit für ein bisher wenig beachtetes Problem: Zu einem Zeitpunkt, an dem die Pandemie für viele bereits als überwunden gilt, steht die Wohnungslosenhilfe mit Sorge vor dem zweiten Corona-Winter.
Ein Schlafsack kann viele Jahre halten – wenn man auf der Straße lebt, ist das anders. Gerade im Herbst und Winter steigt der Bedarf an Schlafsäcken enorm. Sie können ganz einfach helfen.
Mit 200 Menschen haben das Gast-Haus, die Kana Suppenküche, der Herzensbus und wir gestern den Tag der Armut auf dem Friedensplatz in Dortmund begangen. Ziel war, auf die Situation von Wohnungslosen vor dem Winter aufmerksam zu machen – und vor allem, zusammenzukommen und uns auszutauschen.
Eine Bochumer Nachwuchsschauspielerin des Jahres, ein Emmy-Preisträger aus Herne, eine ausgezeichnete Essener Buchautorin, moderierte Wildnis in Dortmund, ein Bochumer Obdachloser protokolliert seinen Tag, ein Blick hinter die Mauern von Abschiebegefängnissen, eine Einladung zum Tag der Armut: „Kommt zu Tisch!“.
An jedem 17. Oktober, dem Internationalen Tag zur Beseitigung großer Armut, laden Initiativen der Wohnungslosenhilfe vor das Dortmunder Rathaus, um auf die Situation von Wohnungslosen vor dem Winter aufmerksam zu machen. Das machen wir auch dieses Mal – nur ganz anders.
In der Dortmunder Innenstadt ist am Wochenende ein obdachloser Mann getötet worden. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Tötungsdelikt aus. Am Sonntag war nach Polizeiangaben ein weiterer Wohnungsloser festgenommen worden, der Tatverdacht gegen ihn erhärtete sich aber nicht. Er wurde am Montag wieder entlassen.
Sechs Jahre am Stück wohnt Franz jetzt in seiner eigenen Wohnung. Ein persönlicher Rekord, auf den er sehr stolz ist. Welche Rolle dabei Kater Amigo spielt und in was für skurrilen Situationen man landen kann, wenn man abends keine Wohnungstür hinter sich schließt, hat er uns beim Brunch erzählt.
Kaum eine Stadt, die nicht bereits ihr Bestehen mit einem großen runden Jubiläum gefeiert hat. Dieses Jahr ist Bochum an der Reihe. 700 Jahre werden mit vielen unterschiedlichen Veranstaltungen und Aktionen begangen. Aber es ist nicht so, dass vor 700 Jahren auf einer leeren Wiese plötzlich Bochum auftauchte. Doch was ist vor 700 Jahren passiert und wie alt ist Bochum eigentlich wirklich? Eine Frage an Dr. Kai Rawe, Leiter des Stadtarchivs Bochum.
Samstagabend, zehn Uhr. In der Dortmunder Nordstadt treffen sich Maya, Kim und Frieda. In zwei Stunden werden die drei Studentinnen wieder hier sein. Dann mit Rucksäcken voller Lebensmittel aus den Mülltonnen der umliegenden Super- und Biomärkte. Wir haben die drei beim Containern begleitet.
Schafen begegnen, Häuser drucken, Trauerreden halten, Containern gehen, Wohnungslose zählen, Nachbarschaft machen, für Klimaschutz demonstrieren, Kultur erleben das Straßenmagazin im September.

