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„bodo" startet in Recklinghausen

Der „bodo“-Einzugskreis wächst: Mit der April-Ausgabe ist das Straßenmagazin jetzt auch in Recklinghausen erhältlich. „bodo“ bietet Menschen in Wohnungslosigkeit und Armut einen Zuverdienst und unterstützt sie dabei, schwierige Lebenslagen zu überwinden. Dafür hat der Verein eine starke Kooperationspartnerin gefunden, die in Recklinghausen schon lange wichtige Arbeit in der Wohnungslosenhilfe leistet: die „Gastkirche“ und „Gasthaus“ in der Altstadt.

„In Bochum und Dortmund funktioniert das Konzept Straßenmagazin seit fast 30 Jahren“, erklärt bodo-Vertriebsleiter Oliver Philipp. „Hier in Recklinghausen können wir an eine vertraute Unterstützungsstruktur andocken und die funktionierenden Hilfen ergänzen.“   

„Gasthaus und Gastkirche sind seit vielen Jahren ein zentraler Ort für wohnungs- und obdachlose Menschen in Recklinghausen“, erklärt Pfarrer Ludger Ernsting. Sein Team  bietet hier fast täglich ein kostenloses Frühstück und Mittagessen, einen Ort zum Aufenthalt, ins-Gespräch-Kommen, Waschen, Duschen. Das Team berät und unterstützt bei Wohnungsverlust, Schulden oder Sucht. Nun ist die „Gastkirche“ auch Ausgabestelle des Straßenmagazins für VerkäuferInnen.

Was „bodo“ ist: Jeden Monat erstellen JournalistInnen aus dem Ruhrgebiet ein Magazin für die Region – mit Sozialem, Kultur, Geschichten von hier. Verkauft wird „bodo“ von Menschen in sozialen Notlagen auf der Straße. Das Prinzip ist einfach: Wer das Straßenmagazin verkaufen möchte, wählt mit dem Team einen festen Verkaufsplatz und einen wetterfesten Verkaufsausweis, kauft das Magazin für 1,75 Euro an und verkauft es für 3,50 Euro. Die Hälfte bleibt also bei der Verkäuferin / dem Verkäufer. 

„Zum einen geht um eine niedrigschwellige Möglichkeit, eigenes Geld zu verdienen“, erklärt Oliver Philipp. „Dahinter steht das Ziel, über den Verkauf neue soziale Kontakte und Erfolgserlebnisse zu schaffen, neues Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen und Kraft zu sammeln, mit Unterstützung und Begleitung unserer Sozialarbeit die eigene Notsituation zu überwinden.“

Zum Start werden zwei bodo-Verkaufende in Recklinghausen das Straßenmagazin anbieten: am Marktplatz in der Innenstadt und in Recklinghausen-Süd am Neumarkt. Sie sind gut zu erkennen an den roten Westen und ihren Verkaufsausweisen, den sie während des Verkaufs immer gut sichtbar tragen.