Mit Zugangsbeschränkungen für Ungetestete und Ungeimpfte wollen Bund und Länder die vierte Corona-Welle in den Griff bekommen. Die meisten Lebensbereiche und auch der öffentliche Raum werden wieder zu Kontrollzonen. Ein Problem ist das für die, die sich dem nicht entziehen können, weil ihr Lebensmittelpunkt die Straße ist.
Thomas Wachsmann ist Weihnachtsmann von Beruf ‑ Silke Schönfeld macht Videokunst zwischen Dokumentation und Fiktion ‑ Heinz Nöllenheidt ist Forstamtsleiter a.D. und versucht eine Ehrenrettung des Borkenkäfers ‑ Hayri Nargili ist Philosoph und Kioskbetreiber ‑ Franz und Dennis sind jetzt festangestellte bodo-Stadtführer.
Mit einem Kältekonzept will die Stadt Bochum Angebote für Wohnungs- und Obdachlose im Winter schaffen. Im letzten Jahr kritisierte bodo es als unzureichend – das bestätigte sich mit dem Kälteeinbruch im Februar dramatisch. Jetzt gibt es ein neues Konzept. Trotzdem bleiben Lücken. Ein Kommentar.
In Dortmund und Bochum sind in den vergangenen Wochen mehrere obdachlose Menschen gestorben. In Dortmund hat die Polizei am vergangenen Samstag einen obdachlosen Mann gefunden, der, so die Vermutung der Polizei, schon einige Zeit vorher dort verstorben war. Woran der 40-Jährige gestorben ist, ist noch nicht bekannt, Fremdverschulden schließt die Polizei bisher jedoch aus.
Gute Nachrichten aus dem Dortmunder Buchladen: Die große Baustelle vor unserer Tür ist – erst einmal – vorbei, der Schwanenwall weitgehend problemlos mit dem Auto erreichbar. Also freuen wir uns jetzt umso mehr über Ihren Besuch zum Stöbern und Shoppen.
In unseren Läden in Bochum (Königsallee 12) und Dortmund (Schwanenwall 36-38) finden Sie Tausende Bücher und Medien.
Und wenn Sie lieber vom Sofa aus einkaufen: auf bodoev.shopnetzwerk.com finden Sie unseren Bestand auch online.
Das Straßenmagazin im November mit Gamze Kubaşık, Zamarin Wahdat, Michael Lohrmann, Heinrich König, Dortmunds größtem Leerstand, Sorge vor dem zweiten Corona-Winter, einem Weckdienst für Obdachlose, Baggern in der Bochumer Bronx, einer Martener Spukgeschichte, einer Promi-Speisekarte in Langendreer und vielem mehr.
Als am 17. Oktober Dortmunder Hilfsorganisationen auf den Friedensplatz luden, ging es um mehr als um das gemeinsame Essen an einem der für Wohnungslose oft besonders tristen Sonntage. Es ging auch um Aufmerksamkeit für ein bisher wenig beachtetes Problem: Zu einem Zeitpunkt, an dem die Pandemie für viele bereits als überwunden gilt, steht die Wohnungslosenhilfe mit Sorge vor dem zweiten Corona-Winter.
Ein Schlafsack kann viele Jahre halten – wenn man auf der Straße lebt, ist das anders. Gerade im Herbst und Winter steigt der Bedarf an Schlafsäcken enorm. Sie können ganz einfach helfen.
Mit 200 Menschen haben das Gast-Haus, die Kana Suppenküche, der Herzensbus und wir gestern den Tag der Armut auf dem Friedensplatz in Dortmund begangen. Ziel war, auf die Situation von Wohnungslosen vor dem Winter aufmerksam zu machen – und vor allem, zusammenzukommen und uns auszutauschen.
Eine Bochumer Nachwuchsschauspielerin des Jahres, ein Emmy-Preisträger aus Herne, eine ausgezeichnete Essener Buchautorin, moderierte Wildnis in Dortmund, ein Bochumer Obdachloser protokolliert seinen Tag, ein Blick hinter die Mauern von Abschiebegefängnissen, eine Einladung zum Tag der Armut: „Kommt zu Tisch!“.

