Wo kann ich duschen, wenn ich keine Wohnung habe? In Zeiten von Corona ist die Antwort auf diese Frage noch schwieriger als sonst, denn mit dem Shutdown sind auch niedrigschwellig zugängliche Duschen und sanitäre Anlagen buchstäblich hinter verschlossenen Türen. Zusammen mit anderen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und der Stadt haben wir nun eine Lösung gefunden: Jetzt gibt es in der Dortmunder Innenstadt ein temporäres Hygienezentrum, in dem Wohnungslose an drei Tagen in der Woche kostenlos duschen können.
Zum ersten Mal ist das Straßenmagazin nicht dort zu bekommen, wo es seit 25 Jahren hingehört: auf der Straße. Denn das öffentliche Leben, der öffentliche Raum steht still. Also ist diese April-bodo eine besondere. Das Magazin erzählt, so wie seine LeserInnen es kennen, Geschichten aus der Region, von hier, von draußen. Aber: Diese Ausgabe für April und Mai kommt auf Bestellung per Post nach Hause oder digital, und zum Solidaritäts-Preis von fünf Euro. Die Hälfte davon geht in konkrete Hilfe für unsere VerkäuferInnen.
Mit 16 wird er das erste Mal obdachlos, haltlose Jahre folgen, immer wieder schläft er draußen – und schreibt das auf der Straße Erlebte auf. Die „Flüchtlingskrise“ 2015 verändert sein Leben: „Man muss nichts besitzen, um helfen zu können.“ Dominik Bloh lernt Menschen kennen, die sein Engagement und sein Talent beeindruckt, hat bald eine Wohnung und einen Verlag. „Unter Palmen aus Stahl“ wird ein Bestseller. Die Straße allerdings ist im Kopf, weiß er. Ende Februar liest er bei den bodo-Geburtstagsfeiern in Bochum und Dortmund.
Vor genau 25 Jahren erschien die erste Ausgabe des sozialen Straßenmagazins „bodo“ in Bochum und Dortmund. Das Jubiläumsheft, um ein Drittel umfangreicher als sonst, bleibt jedoch ganz im Hier und Jetzt: Soziales, Kultur, Geschichten von hier ‑ für 2,50 Euro, nur auf der Straße.
Zu unserer Arbeit gehört, unser Wissen über Armut, Wohnungs- und Obdachlosigkeit weiterzugeben, Aus- und Weiterbildung in unterschiedlichsten Berufsfächern zu unterstützten und Menschen für ihre Arbeit mit wohnungs- und obdachlosen Menschen zu sensibilisieren. Im Rahmen einer Themenwoche zu sozialer Ungleichheit hatten wir im November Studierende der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung zu Besuch, die sich auf den Höheren Dienst bei der Polizei vorbereiten. Mit einem bodo-Verkäufer gingen sie auf soziale Stadtführung in die Dortmunder Nordstadt – Kursleiter Christoph Koerdt schilderte danach die Eindrücke verfasste danach einen Bericht, den wir hier gern veröffentlichen.
Die erste frostige Nacht hat es schon gegeben, und der Winter steht vor der Tür. Darum bitten wir, gemeinsam mit der Kana Suppenküche und dem Gast-Haus in Dortmund sowie der Diakonie Ruhr in Bochum wieder darum, gut erhaltene Schlafsäcke und Isomatten zu spenden.
Rund 650.000 Menschen in Deutschland haben keine eigene Wohnung. Das hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe BAG W heute bekannt gegeben. Auch wenn die Schätzungen deutlich unter den Zahlen aus 2017 liegen, kann von Entwarnung keine Rede sein, sagt Oliver Philipp vom Verein bodo.
Angesichts der neuen Hitzewelle warnt die Wohnungslosenhilfe des bodo e.V. vor Gefahren, denen Menschen, die ungeschützt auf der Straße leben, ausgesetzt sind. Der Verein regt an: Verschenken Sie Wasser!
Sie sehen aus wie Rocker und nennen sich „Engel“, ihre Instrumente sind Kamm, Schere und ganz viel Herzblut. Am Montag (15. Juli) waren die ehrenamtlichen Friseurinnen und Friseure der „Barber Angels“ wieder beim bodo e.V. in Bochum zu Gast zum letzten Mal vor dem Umzug des Vereins.
44.434 wohnungslose Menschen zählt die aktuelle Wohnungsnotfallberichterstattung für NRW, die das NRW-Sozialministerium unter Karl Josef Laumann am Donnerstag bekannt gegeben hat. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um fast 38 Prozent. Für den gemeinnützigen bodo e.V. ist das Ausmaß der Wohnungslosigkeitskrise besorgniserregend.

