„Wir sind Zeitzeugen“ – bodo 6.25 Geschichten von Flucht, Asyl und Abschottung: Das Straßenmagazin erscheint im Juni mit einem Schwerpunkt zum Weltflüchtlingstag. Außerdem im Heft:…
Regisseurin Yasemin Şamdereli schreibt ein Drehbuch über den Führerschein ihrer Mutter, Städtebau-Professorin Renée Tribble erklärt, wie Partizipation zu einer lebenswerten Stadt führen kann. Barbara Koch hegt 7.000 Schmetterlinge, Ekkehard Freye macht Theater in einer Tagesstätte für psychisch Erkrankte. Das Straßenmagazin im Mai.
Nadine Bönninger ist Gerüstbauerin und Unternehmerin mit Haltung. Ariane Kareev inszeniert bundesweit an Theatern – ihr bereits viertes Künstlerinnenleben. Tobias Backers forscht an der Ruhr-Universität zu Geothermie. Arne Nobel eröffnet eine Eckkneipe für Leute mit Anstand. Jeremiah Hayden berichtet aus Grants Pass, USA, wo auf die Kriminalisierung die Verfolgung Obdachloser folgt.
Helena Steinhaus kämpft für eine menschenwürdige Grundsicherung, Franziska Schutzbach möchte den Begriff der Frauensolidarität „von seiner Kalenderspruch-Betulichkeit befreien“, Şeyda Kurt fragt, wie politisch Gefühle sind, Elke Heidenreich richtet eine Bibliothek ein: das Straßenmagazin im März.
Die niedrigen Temperaturen sind für Obdachlose lebensbedrohlich allein in den letzten drei Wochen sind in Dortmund mindestens fünf Männer gestorben. Für Akteure der Dortmunder Wohnungslosenhilfe zeigen sich durch diese Fälle auch Lücken im Hilfesystem; vor der Ratssitzung am Donnerstag fordern VSE, Soziales Zentrum, GrünBau, Gast-Haus, Diakonisches Werk und bodo Politik und Verwaltung erneut auf, Maßnahmen entwickeln, um Obdachlosigkeit wirksam und dauerhaft zu bekämpfen.
„Faust“-Preisträgerin Anna Drexler bleibt Bochum erhalten, Metropolenschreiber Daniel Schreiber hat Vermutungen über das Ruhrgebiet, Stadtarchäologe Ingmar Luther wüsste gern mehr über die Tunnel unter Dortmund, Daniel und Mirabella haben Zwillinge, aber keine Wohnung. Das Straßenmagazin im Februar: 3,50 Euro, die Hälfte für die Verkäuferin / den Verkäufer, nur auf der Straße.
Wenige Tage nach dem Todesfall eines obdachlosen Mannes in der Dortmunder Innenstadt ist bekannt geworden, dass ein weiterer Obdachloser im öffentlichen
Raum verstorben ist. Für bodo e.V. zeigt sich daran, wie dringend der Handlungsbedarf ist. Die Position des Sozialamtes, dass Obdachlosigkeit bei
diesen Temperaturen eine freiwillige Entscheidung sei, ärgert den Verein.
Nach dem Tod eines wohnungslosen Mannes in der Dortmunder Innenstadt am Wochenende macht der bodo e.V. noch einmal deutlich, dass es funktionierende Angebote für Wohnungslose im Winter braucht. Vor über einem Jahr hatte die Stadt Dortmund zusätzliche niedrigschwellige Unterkünfte angekündigt, die immer noch nicht geschaffen sind“, sagt bodo-Sozialarbeiter Lutz Rutkowski. „Wenn wohnungslose Menschen nicht in den Übernachtungsstellen ankommen, heißt das, dass diese nicht so funktionieren, wie sie sollten.“
Mindestens 531.600 Menschen in Deutschland haben keine eigene Wohnung das geht aus dem Wohnungslosenbericht hervor, den die Bundesregierung gestern veröffentlicht hat. Dazu gehören nach einer Hochrechnung auch rund 47.000 Menschen, die ohne Unterkunft auf der Straße leben. bodo fordert die schnelle Umsetzung nötiger Maßnahmen – denn Wohnen ist ein Menschenrecht.
In den bodo-Anlaufstellen geht es um elementares: einen Platz zum Aufwärmen einen Ort, um von der Straße Ruhe zu finden, ein Getränk und die Möglichkeit, Rat und Unterstützung zu finden. In Dortmund hat der Verein nun seine Anlaufstelle für Wohnungslose komplett renoviert. 10.000 Euro Unterstützung gab es dafür von der Gemeinwohl-Stiftung der Sparkasse Dortmund.

