Mit den Maßnahmen der Landesregierung in Zusammenhang mit COVID-19 hat der bodo e.V. beschlossen, die Ausgabe des Straßenmagazins an VerkäuferInnen zu stoppen und sich auf Nothilfen zu verlegen. „Auch wir stehen in der Verantwortung, Risikogruppen zu schützen“, sagt bodo-Vertriebsleiter Oliver Philipp. Die Sozialberatung in den Anlaufstellen in Bochum und Dortmund läuft im Notbetrieb weiter.
Die Münsterstraße in der Dortmunder Nordstadt wird in Zukunft in Teilen mit Videokameras überwacht. Damit will der Polizeipräsident Drogenhandel und Straftaten in dem Straßenzug bekämpfen. Doch ob es wirklich mehr Sicherheit bringt und die Zahl von Straftaten senkt, wenn eine Kamera alles im Blick hat, ist umstritten.
„bodo“ im März mit der Herner Fernseh- und Eventköchin Pia-Engel Nixon, dem Dortmunder Bildungsforscher Aladin El-Mafaalani, dem Cartoonisten und Kinobetreiber Holga Rosen, einem „Anti-Messie“, einer Nacht der Solidarität und einer Erinnerung an den März 1920, als das Ruhrgebiet Geschichte machte.
In den letzten Wochen ging es bei bodo ein bisschen drunter und drüber – belohnt wurden wir mit zwei fabelhaften Geburtstagspartys in Bochum und Dortmund. In der Werkhalle im Union Gewerbehof in Dortmund und im ZEITMAULtheater in der Bochumer City haben wir von unserer Arbeit erzählt, davon, welche Themen in Journalismus, in sozialer Arbeit und in Wohnungslosigkeit uns gerade beschäftigt – und mit LeserInnen, UnterstützerInnen, KooperationspartnerInnen ein wenig gefeiert. Schön, dass Sie alle da waren!
Wer keine eigene Wohnung hat oder obdachlos ist, hat Anspruch auf eine Unterbringung. In der Realität drücken sich Kommunen häufig um diese Pflicht, zum Teil mit haarsträubenden Methoden. In Dortmund soll die Meldebehörde zuletzt Wohnungslosen die Anmeldung in der Stadt verweigert haben – der ist die Grundvoraussetzung für jede städtische Hilfe.
Mit 16 wird er das erste Mal obdachlos, haltlose Jahre folgen, immer wieder schläft er draußen – und schreibt das auf der Straße Erlebte auf. Die „Flüchtlingskrise“ 2015 verändert sein Leben: „Man muss nichts besitzen, um helfen zu können.“ Dominik Bloh lernt Menschen kennen, die sein Engagement und sein Talent beeindruckt, hat bald eine Wohnung und einen Verlag. „Unter Palmen aus Stahl“ wird ein Bestseller. Die Straße allerdings ist im Kopf, weiß er. Ende Februar liest er bei den bodo-Geburtstagsfeiern in Bochum und Dortmund.
Vor genau 25 Jahren erschien die erste Ausgabe des sozialen Straßenmagazins „bodo“ in Bochum und Dortmund. Das Jubiläumsheft, um ein Drittel umfangreicher als sonst, bleibt jedoch ganz im Hier und Jetzt: Soziales, Kultur, Geschichten von hier ‑ für 2,50 Euro, nur auf der Straße.
Am 1. Februar 1995 erschien die erste Ausgabe des Straßenmagazins. Im kommenden Monat feiert bodo sein 25-jähriges Jubiläum – und laden Sie herzlich ein, mitzufeiern: am 28. Februar in Dortmund und am 29. Februar in Bochum.
Journalismus und eine intakte Zivilgesellschaft übernehmen eine entscheidende Rolle in einer funktionierenden Demokratie. Wie aber ist das Verhältnis dieser beiden Akteur*innen zueinander? Wo verlaufen Grenzen? Wo liegen Gemeinsamkeiten, aber auch zentrale Unterschiede? Diese Fragen stehen im Zentrum der Podiumsdiskussion „Journalismus und Aktivismus alles eine Frage der Haltung?“ am Donnerstag, 23. Januar 2020, im bodo-Buchladen.
Am 7. November verstarb unser langjähriger bodo-Verkäufer Adolf Timpe. Mit 85 Jahren war er der älteste im bodo-Team. Nach 24 Jahren bei bodo ist Adolf für alle Mitarbeiter und Verkäufer bei bodo nur schwer wegzudenken und sein Tod hinterlässt eine große Lücke. Seine Beisetzung findet am Mittwoch, 15. Januar, um 11.15 Uhr in der Grabeskirche in Dortmund statt.


