Unsere Räume an der Bochumer Königsallee „Zwölfeinhalb“ und in der Dortmunder Schwanenstraße 38 sind vieles auf einmal: Anlauf- und Beratungsstellen, Cafés und Gemeinschaftsräume, Ausgabestellen des Straßenmagazins und oft Endpunkte unserer sozialen Stadttouren. Sie stehen jedem und jeder offen.
Ab Temperaturen um den Gefrierpunkt bitten wir Sie besonders: Wenn Sie Menschen sehen, die auf der Straße übernachten, schauen Sie nicht weg. Wenn Sie sich Sorgen machen, sprechen Sie die Person an. Wenn Sie denken, dass ein medizinischer Notfall vorliegt, wählen Sie die 112. Auch wenn Wohnungslose ein gesetzliches Recht auf eine Unterbringung durch die Kommune haben, in der sie sich aufhalten, wird dieses Recht regelmäßig verwehrt.
In Bochum und Dortmund betreibt bodo Buchläden, die mit dem Verkauf gespendeter Bücher Arbeitsplätze schaffen. Denn wir lieben es, für Bücher ZweitleserInnen und ein neues Zuhause zu finden. Der Schlüssel dazu ist, ein Buch auf den richtigen Weg zu schicken, sei es ein Buchmarkt, einer unserer Läden oder ein Antiquariatsportal im Internet. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf schaffen wir qualifizierte Arbeitsplätze.
Eine gelernte Forschungstaucherin als Museumsleiterin, ein begnadeter Entertainer als Pop-Inspirator, eine mutige Ärztin, eine Dortmunder Ikone, Amsterdamer HausbesetzerInnen, demonstrierende Bochumer Einbürgerungswillige uvm. – das Straßenmagazin im Februar.
Neben dem Buchladen an der Bochumer Königsallee hat bodo ein weiteres Ladenlokal angemietet. Hier starten die Streetwork- und Versorgungsgänge, hier enden die sozialen Stadttouren und hier gibt es endlich wieder ausreichend Platz für Beratungsgespräche und die Bildungsangebote des Vereins.
Dinge mit Geschichte – bodo im Januar Bochums Flohmarkthalle, Luisa Neubauers Großmutter, ein Rettungsboot für Obdachlose, der Weg zur autogerechten Stadt, Bienen im Museum, Ottos…
Sind Sie noch auf der Suche nach dem richtigen Geschenk? In unseren Buchläden in Bochum und Dortmund finden Sie Tausende gute Bücher von Romanen und Krimis über Koch-, Sach-, und Fach- bis zu Kinderbüchern – oft neuwertig oder gar ungelesen.
Geschichten vom Lesen, von der Rückkehr in eine eigene Wohnung, von Weihnachten: Elke Heidenreich, Annika Büsing, Mik Bäcker, Atze Schröder und Till Hoheneder im Interview. Mihai erzählt vom ersten Weihnachten nach der Obdachlosigkeit, bodo-Verkäufer Wolfgang baut Krippen. Achim Backhaus hat Alternativen zum Plantagen-Weihnachtsbaum und gibt Experten-Tipps. 16 Seiten zusätzlich: Wie Obdachlosigkeit endet. Das Straßenmagazin im Dezember: 2,50 Euro – nur auf der Straße.
Wer keine Wohnung hat, hat auch keine Adresse. Die ist aber für vieles nötig: auch zum Beispiel für Transferleistungen vom Jobcenter, über die die Miete für eine Wohnung oder die Unterbringung in der Übernachtungsstelle bezahlt werden kann. In Dortmund sind wir jetzt offizielle Erreichbarkeitsadresse für Menschen ohne festen Wohnsitz, die unsere Angebote nutzen.
In Dortmund wurden im vergangenen Jahr 331 Haushalte zwangsgeräumt. Das zeigt die Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage von „Die Fraktion – Die Partei“. Für die Wohnungslosenhilfe des bodo e.V. zeigen die Zahlen, dass die Stadt dringend handeln muss: „Wenn man Wohnungslosigkeit bekämpfen will, ist Prävention der Schlüssel.“

