Die Weihnachtsausgabe des Straßenmagazins mit Rentieren zum Streicheln, mehr als 24 Wünschen, einem Versuchswald und schwindenden Fichten, einem ehemaligen Teenie-Idol, einer Unsichtbarenzählung, einem Bundespräsidenten, einem Sozialminister und dem Ziel, Obdachlosigkeit zu beenden. „bodo“ erscheint am Freitag, 29. November, und ist nur auf der Straße erhältlich.
Zu unserer Arbeit gehört, unser Wissen über Armut, Wohnungs- und Obdachlosigkeit weiterzugeben, Aus- und Weiterbildung in unterschiedlichsten Berufsfächern zu unterstützten und Menschen für ihre Arbeit mit wohnungs- und obdachlosen Menschen zu sensibilisieren. Im Rahmen einer Themenwoche zu sozialer Ungleichheit hatten wir im November Studierende der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung zu Besuch, die sich auf den Höheren Dienst bei der Polizei vorbereiten. Mit einem bodo-Verkäufer gingen sie auf soziale Stadtführung in die Dortmunder Nordstadt – Kursleiter Christoph Koerdt schilderte danach die Eindrücke verfasste danach einen Bericht, den wir hier gern veröffentlichen.
Auch in diesem Jahr engagiert sich die Initiative „Bochum hilft“ für die Armen und Wohnungslosen der Stadt. Initiator Michael Doering, Techniker am Schauspielhaus, hatte vor drei Jahren erstmals Kulturschaffende und Hilfsorganisationen zusammengebracht und eine beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Auch in diesem Jahr werden in Betrieben Weihnachtspakete für Wohnungslose gesammelt.
Auf dem Dortmunder Ostfriedhof findet am 29. November die jährliche Gedenkfeier für verstorbene Wohnungslose statt. Beginn ist um 15 Uhr in der Franziskanerkirche.
Auch in Bochum laden beide christlichen Kirchen am 26. November zu einer Gedenkfeier für die Bochumer „Unbedachten“in die Pauluskirche.
Unter dem Thema „Migration, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit“ lädt die AWO Dortmund am Dienstag, 19. November, zur zweiten Bildungskonferenz Nordstadt. In Impulsvortragen, Talkrunden und Workshops geht es im Dietrich-Keuning-Haus um Wege zu einem verantwortlichen Miteinander verschiedener Kulturen, zu nachhaltiger Bildung für alle und ökologischem Wirtschaften.
Die erste frostige Nacht hat es schon gegeben, und der Winter steht vor der Tür. Darum bitten wir, gemeinsam mit der Kana Suppenküche und dem Gast-Haus in Dortmund sowie der Diakonie Ruhr in Bochum wieder darum, gut erhaltene Schlafsäcke und Isomatten zu spenden.
Auf regelmäßigen Touren durch die Bochumer und die Dortmunder Innenstadt versorgen wir Wohnungslose mit „Kaffee und Knifte“, haben heiße Getränke, belegte Brote, Hygieneartikel und Schlafsäcke dabei. Unser Dortmunder Team sucht Unterstützung!
Das Kulturzentrum Bahnhof Langendreer lädt in diesem Jahr am Sonntag, dem 10. November, zum 11. Spendenflohmarkt.
Eine ganze Reihe Gruppen, Vereine und Initiativen raumen erneut Keller, Garagen, Bücherregale und Kleiderschränke, um Geld für ihre Arbeit zu sammeln. In diesem Jahr sind auch wir von bodo wieder dabei.
Wohin lädt man Gäste ein, wenn man keine eigene Wohnung hat? Yoana Todorova hat diese Frage im April künstlerisch beantwortet: Mitten in der Dortmunder Innenstadt baute sie ein Wohnzimmer auf, mit Sofa, Sesseln, Tisch und Kaffee. Einen ganzen Nachmittag lang luden bodo-VerkäuferInnen die Vorbeikommenden zu Gesprächen „Auf Augenhöhe“, so der Titel des Projekts, ein. Jetzt folgt dem Projekt eine Ausstellung.
Ein Bochumer Heimatfilm, eine Dortmunder Trauerrednerin, ein berühmtes Bakterium in Herne, Peter Behrens und der Hagener Impuls, ein Jugendzentrum für Erwachsene, Wendebiografien 30 Jahre nach dem Mauerfall, 100 Konzerte für das Hinterland, Mietverträge für einen Tag, die Wohnungslosenhilfe vor dem Winter das sind einige Themen in der neuen „bodo“. Die November-Ausgabe des sozialen Straßenmagazins erscheint am 31. Oktober.

