Mit einer spontanen Aktion unterstützen die KollegInnen der Bochum Wirtschaftsentwicklung die Arbeit von bodo: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben spontan auf bis zu 20 Prozent ihres April-Gehalts verzichtet und spenden nun insgesamt 23.000 Euro an bodo.
Im Zuge der gelockerten Pandemie-Maßnahmen können auch wir vorsichtige Schritte in Richtung Öffnung gehen: Nun ist auch unser Buchladen am Schwanenwall in Dortmund wieder geöffnet – für maximal zwei Personen gleichzeitig und nur mit Mund-Nasen-Schutz.
„Die aktuelle Situation führt uns gerade eindrucksvoll vor Augen, wie wichtig es ist, gesellschaftlich zusammenzustehen.“ So begann eine E-Mail, die Anfang April beim bodo e.V. einging. Der Fußballverein SV Blau-Weiß Weitmar 09 hatte sie geschickt mit der Ankündigung, unter den Mitgliedern eine Spendenaktion für die Arbeit des gemeinnützigen Vereins zu starten. 1.700 Euro sind dabei für bodo zusammengekommen.
Es ist der erste Schritt in der Lockerung der Corona-Maßnahmen: Am Montag dürfen viele Läden im Einzelhandel wieder öffnen. Eigentlich gehört auch der bodo-Buchladen dazu – wir haben uns, aus Rücksicht auf die Gesundheit unseres Teams und unserer KundInnen, aber anders entschieden. Statt des Buchladens öffnen wir darum am Montag bodos Bücher-Kiosk: An unserem Kiosk-Fenster kann man dann nicht nur online ausgewählte Bücher abholen, sondern auch Buchspenden abgeben und die Solidaritätsausgabe des Straßenmagazins kaufen.
Wo kann ich duschen, wenn ich keine Wohnung habe? In Zeiten von Corona ist die Antwort auf diese Frage noch schwieriger als sonst, denn mit dem Shutdown sind auch niedrigschwellig zugängliche Duschen und sanitäre Anlagen buchstäblich hinter verschlossenen Türen. Zusammen mit anderen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und der Stadt haben wir nun eine Lösung gefunden: Jetzt gibt es in der Dortmunder Innenstadt ein temporäres Hygienezentrum, in dem Wohnungslose an drei Tagen in der Woche kostenlos duschen können.
Eigentlich wollte bodo Anfang April seinen frisch renovierten Buchladen wiedereröffnen. Wegen der Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19 wird es nun noch etwas dauern. Das Buch-Team ist trotzdem da: Denn bodos Bücher sind auch online erhältlich. Und: Ab heute nehmen die MitarbeiterInnen – mit dem nötigen Abstand – montags von 10 bis 18 Uhr und dienstags bis freitags von 10 bis 14 Uhr wieder Buchspenden entgegen.
Zum ersten Mal ist das Straßenmagazin nicht dort zu bekommen, wo es seit 25 Jahren hingehört: auf der Straße. Denn das öffentliche Leben, der öffentliche Raum steht still. Also ist diese April-bodo eine besondere. Das Magazin erzählt, so wie seine LeserInnen es kennen, Geschichten aus der Region, von hier, von draußen. Aber: Diese Ausgabe für April und Mai kommt auf Bestellung per Post nach Hause oder digital, und zum Solidaritäts-Preis von fünf Euro. Die Hälfte davon geht in konkrete Hilfe für unsere VerkäuferInnen.
Der Kampf gegen Covid-19 hat massive Auswirkungen auf die Wohnungslosenhilfe. Immer mehr Hilfsorganisationen müssen auf den Notbetrieb umschalten oder vorübergehend ganz aufgeben. Auch die Arbeit des bodo e.V. ist von den weitreichenden Schutzmaßnahmen betroffen.
Mit den Maßnahmen der Landesregierung in Zusammenhang mit COVID-19 hat der bodo e.V. beschlossen, die Ausgabe des Straßenmagazins an VerkäuferInnen zu stoppen und sich auf Nothilfen zu verlegen. „Auch wir stehen in der Verantwortung, Risikogruppen zu schützen“, sagt bodo-Vertriebsleiter Oliver Philipp. Die Sozialberatung in den Anlaufstellen in Bochum und Dortmund läuft im Notbetrieb weiter.
bodo renoviert – darum bleibt unser Buchladen am Schwanenwall bis zum 31. März geschlossen. Darum sind zu dieser Zeit auch nur eingeschränkt Bücherspenden möglich.

