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Verlernen, leihen, produzieren – bodo im September

Wir haben einiges produktiv zu verlernen, finden die Macherinnen des Favoriten-Festivals. Warum kaufen, wenn auch leihen geht?, fragt Dr. Najine Ameli von der Bibliothek der Dinge Bochum. Der Soziologe Aladin el-Mafaalani und der Polizeiforscher Thomas Feltes sprechen über das Vertrauen in die Polizei. Tafelforscher Stefan Selke sieht Utopiemüdigkeit in der Armutsbekämpfung. „GrünFrau“ produziert mitten in Hörde Gemüse für die regionale Versorgung.

Spiel, Satz und Sieg

Viele Jahre war Markus bodo-Verkäufer in der Bochumer Innenstadt. Kaum jemand, der ihn an seinem Verkaufsplatz im Bermudadreieck nicht kannte. Lange war er auch für bodos soziale Stadttouren durch Bochum zuständig. Seit drei Monaten ist er nun Platzwart beim Tennisverein SV Langendreer 04. Wir haben ihn auf „seinem“ Platz besucht.
Von Sebastian Sellhorst

Kaum Zugang zu Hilfen

Zwei obdachlose Männer sind Mitte August in Dortmund auf der Straße gestorben. Auf einem Spielplatz wurde ein 55-jähriger Mann aus Tschechien tot aufgefunden, zudem verstarb ein 46-jähriger Mann aus Polen an seinem Schlafplatz. Das zeigt ein strukturelles Problem auf: Obdachlose EU-BürgerInnen können, wenn kein Anspruch auf Sozialleistungen besteht, kommunale Hilfsangebote oft nicht wahrnehmen.
Von Alexandra Gehrhardt

bodo weltweit: Das Straßenmagazin im August

Warum Prinz William Straßenzeitungen verkauft, wie Finnland Obdachlosigkeit beendet hat, wie eine wohnungslose Liebe in Göteborg funktioniert, warum eine ganze brasilianische Stadt ukrainisch spricht, wie man in Salzburg über schönes Scheitern spricht, wie Vertreibung in San Francisco aussieht, was man in Osaka bei einer Bühnenshow in Gebärdensprache erlebt – die bodo-Augustausgabe erzählt Geschichten aus dem internationalen Netzwerk der sozialen Straßenzeitungen.

Wohnungslosigkeit in Deutschland: Zum ersten Mal gibt es Zahlen

Bisher gab es nur Schätzungen, jetzt endlich Zahlen: 178.000 Menschen in Deutschland leben als Wohnungslose in Notschlafstellen oder Wohnunterkünften. Zum ersten Mal hat das Statistische Bundesamt Daten von Ländern und Kommunen für das gesamte Bundesgebiet veröffentlicht. Bis jetzt gab es eine solche Statistik nur für Nordrhein-Westfalen, jetzt soll sie jährlich auch für den Bund erhoben werden.
Von Alexandra Gehrhardt