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Wie Beginen heute leben – bodo im Juni

Die Juniausgabe des Straßenmagazins erzählt, wie 30 Frauen auf Dortmunds Beginenhof leben, wie Bodo Wartke Lieder schreibt, wie Karl-Heinz Granitza aus Lünen den US-Fußball dominierte, was sich junge IranerInnen in Deutschland wünschen, wie Ely mit 16 auf der Straße landete und warum sie heute Sozialarbeit studiert.

Auf dem Titel: Beginenhöfe gibt es seit dem Mittelalter. Selbstständig lebende Frauen schließen sich zusammen und führen ein Leben in Gemeinschaft. In Dortmund übersetzt eine 30-köpfige Hausgemeinschaft seit 20 Jahren diese Idee in die Gegenwart, engagiert sich im Alltag und wird gemeinsam alt.

Im Porträt: Bodo Wartke, der Kabarettist mit dem vertrauten Vornamen feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Mit verschmitzt-virtuosem Klavierkabarett füllt er Hallen, aus Kinderzimmern klingen seine gerappten Zungenbrecher und mit „Barbaras Rhabarberbar“ wurde er schließlich zum TikTok-Star.

Von der Straße: Als 16-Jährige schlief Ely mit anderen jungen Obdachlosen in verlassenen Bahngebäuden und verbrachte ihre Tage am Dortmunder Hauptbahnhof. Über Hilfsangebote von Notunterkunft und Streetwork fand sie den Weg von der Straße. Heute studiert sie soziale Arbeit und will selbst wohnungslosen Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu geben.

In den USA ist der gebürtige Lünener Karl-Heinz Granitza eine Legende. Mit Franz Beckenbauer, Johan Cruyff und Pelé  prägte er mit 128 Toren in 199 Spielen den Fußball im ersten amerikanischen Ligabetrieb der 1970er Jahre. Ein Gespräch über Trump, die WM, der er fernbleibt,  und die erste Heimat Ruhrgebiet.

Sicherheit gegen Sicherheit: In Dortmund hatte Alexander Kalouti (CDU) im vergangenen Jahr mit den Themen „Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung“ die Oberbürgermeisterwahl gewonnen. Nach der Wahl setzte er mit öffentlichkeitswirksamen „Sondereinsätzen“ des Kommunalen Ordnungsdienstes auf Repression gegen Obdachlose und die offene Drogenszene, mit überschaubarem Erfolg. Nun hat sich im Rat eine rot-rot-grüne Gegen-Allianz für Ordnungspolitik gebildet.

In Deutschland leben über 324.000 Menschen mit iranischen Wurzeln – zwischen Integration, Aktivismus und Exil-Trauma. Sie feiern, hoffen und streiten über die Zukunft ihres Landes, das Mittelpunkt eines eskalierenden Konflikts ist. Drei Exil-IranerInnen über ihren Umgang mit der aktuellen Situation.

Außerdem: Ika Sperling gibt Comic-Workshop für Wohnungslose, Schadet Hitze der Psyche?, das öffentliche Grün, Straßenzeitungskonferenz in Bochum, Trauerspaziergang für bodo-Verkäufer Ralf, Skandal in der Bochumer City-Wache, der kommentierte Veranstaltungskalender u.v.m.