3. Februar 2017 | Neues von bodo | Redaktion

Rudolf Leistners Mosaike

Die Ausstellung zum Text ab 5. Februar

Die Ausstellung zum Text ab 5. Februar

Im ausgehenden 19. Jahrhundert war Dortmund nicht nur in Sachen Kohle, Bier und Stahl präsent. Was heute längst vergessen ist: die Stadt war überdies bekannt für hier gefertigte Mosaikfußböden höchster Qualität. Etabliert hatte den Markenbegriff „Dortmunder Thonmosaik“ der Architekt und Unternehmer Rudolf Leistner.

Seine Kunden saßen nicht nur in der unmittelbaren Nachbarschaft, etliche Aufträge führten ihn nach Berlin (u.a. Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Nationaldenkmal auf der Schlossfreiheit), wo er sich in seinem Metier sogar gegen die Firma Puhl & Wagner, die Platzhirschen am Ort und „Hoflieferant Seiner Majestät Des Kaisers Und Königs“ durchsetzte.

Viele der Arbeiten aus dem Hause Leistner wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Von dem, was die Kriegsjahre überdauert hat, fiel das meiste Renovierungsarbeiten in den 50er und 60er Jahren zum Opfer, so dass nur noch sehr wenige Originalmosaike erhalten sind. Und von diesen weiß so gut wie niemand mehr, wer sie gefertigt hat.

In der Februar-Ausgabe der bodo erinnern wir an die in Vergessenheit geratene Mosaikfabrik. Parallel wird vom 5. Februar bis 5. März im „Projektraum offene antworten“ eine Ausstellung seltener, teils unveröffentlichter Exponate gezeigt. Zur Ausstellung gehört eine Präsentation aktueller Perspektiven musivischer Techniken von Robert Kaller, der in Dortmund die einzige Mosaikbauschule Deutschlands leitet.

“Künstler des Mosaiks”
Vernissage: Sonntag, 5. Februar, 11 Uhr
im Projektraum Offene Antworten,
Kaiserstraße 75, 44135 Dortmund