Kommentar

Kommentar

Zu teuer, um zu bleiben

866 Euro darf jeder Geflüchtete in Dortmund pro Monat kosten. So steht es im neuen Paragrafen des Flüchtlingsaufnahmegesetzes, der seit 1. Januar gilt. Nicht mehr zahlen will das Land für Menschen aus sogenannten sicheren Herkunftsländern, zugewiesen werden sie trotzdem. Rund 1.000 von ihnen leben in Dortmund, die Stadt steht vor Mehrkosten von bis zu 15 Millionen Euro.

Weiterlesen…

Verrufen, gefährlich

Am 14. Mai ist ja Landtagswahl. Vor meinem Büro werben die Satiriker der Partei „Die Partei“ für ein „kraftloses NRW“ und auch sonst hängen die Städte voll mit mehr oder weniger aufregender Wahlwerbung.

Weiterlesen…

"Wie skrupellos!"

Mit dem Betteln ist das so eine Sache. Meistens die, dass ich mich gut fühlen kann, weil ich jemandem Hilfe leiste, der mich bittet. Immer in der Voraussetzung, dass dieser Mensch braucht, was ich ihm gebe, und etwas Gutes damit tut. Ob es tatsächlich so ist – wann interessiert das?

Weiterlesen…

Rolle rückwärts

Als die Stadt Dortmund sich vor einem Jahr entschloss, auf eigenen Grundstücken dringend nötigen Wohnraum zu schaffen, war das ein wichtiger Schritt in Richtung sozial gerechter Wohnungspolitik. Nun stehen diese Pläne in Frage, wegen eines vermeintlich sinkenden Bedarfs – doch das wäre kurzsichtig.

Weiterlesen…

Hier twittert die Polizei

Mit den sozialen Medien sind wir in eine Phase des schriftlichen, öffentlichen Sprechens eingetreten. Eine neu zu erlernende Kulturtechnik, an der nicht nur Teenager scheitern. Während früher schon das Dahergesagte einiges anrichten konnte, war es wenigstens flüchtig und der Zuhörerkreis begrenzt. Und bevor man es verschriftlichte, gab es die Gelegenheit, kurz nachzudenken. Heute produzieren wir in Stein Gemeißeltes in Echtzeit. Das überfordert alle, und bei Behörden fühlt es sich besonders unangenehm an, weil wir ganz anderes von ihnen erwarten.

Weiterlesen…

Wer darf was?

Die Stadt Herne will ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit verhängen, doch keine Angst: Sie sind nicht gemeint.

Weiterlesen…

In eigener Sache

Immer noch ungläubig stehen wir vor dem Ausmaß der spontanen Hilfe für Geflüchtete in unseren Städten. Während sich in den letzten Monaten überall im Ruhrgebiet nachbarschaftliche Hilfenetzwerke um Flüchtlingseinrichtungen zusammenfanden und inzwischen Tausende Menschen von der Sachspendenverwertung bis zu Sprach- und Freizeitangeboten aktiv sind, zeigte die Zuspitzung der Flüchtlingssituation mit den aus Ungarn kommenden „Trains of Hope“ eine völlig neue Dimension.

Weiterlesen…

Kapitulation

Die Hilflosigkeit der Dortmunder Stadtgesellschaft und ihrer Organe gegenüber einer so überschaubaren wie hyperaktiven Neonaziszene – bei der sich szenetypischer Hang zu Gewalt mit einem Blick für die mediale Inszenierung paart – ist inzwischen auch LeserInnen von Zeit, SZ oder NY Times ein Begriff. Neueste schlechte Nachricht: Diese Hilflosigkeit ist ansteckend.

Weiterlesen…

Dortmund: Flüchtlingsprotest und Nazigewalt

Ein Tag des friedlichen Protests der syrischen Geflüchteten – und ein Tag der Nazigewalt in Dortmund. In einer beeindruckenden, stillen Demonstration mit mehr als 300 Teilnehmern hat das Dortmunder Camp der syrischen Flüchtlinge mit Erlaubnis der Polizei seinen Standort gewechselt.

Weiterlesen…

Nichts richtig im Falschen

European Homecare und wir

In der Reihe „Blackbox“, in der wir mit dem Schauspiel Dortmund und dem journalistischen Recherche-Netzwerk „CORRECT!V“ kooperieren, ist ein weiterer Partner der Sozial-Dienstleister „European Homecare“ (EHC). Darf ein Verein wie „bodo“ mit so jemandem zusammenarbeiten?

Weiterlesen…