1. März 2017 | Neues von bodo | bp

bodo meets Frauenfilmfestival

Foto: Gottfried Schenk

Gleich zwei Veranstaltungen finden im Rahmen des diesjährigen Internationalen Frauenfilmfestivals (IFFF Dortmund|Köln) in unserem Buchladen statt.

Am 22. März um 19 Uhr laden wir zum Hörkino mit anschließender Diskussion: „Tod eines Neugeborenen – Eine Hebamme vor Gericht“. Das Landgericht Dortmund verurteilte die Geburtshelferin Anna Rockel-Loenhoff 2014 wegen Totschlags zu sechseinhalb Jahren Haftstrafe, Schadensersatz und lebenslangem Berufsverbot. In dem zwei Jahre dauernden Prozess wurden verschiedene Haltungen zur Geburt verhandelt: die risikoorientierte Geburtsmedizin gegenüber einer individuellen, an den Wünschen und dem Selbstbestimmungsrecht der Eltern orientierten Geburtshilfe. Nach dem preisgekrönten WDR/SWR-Feature diskutieren wir mit der Autorin Eva Schindele (Foto) und der Hebamme Katja Baumgarten, die an einem Dokumentarfilm zum Thema arbeitet.

Am 5. April um 20 Uhr laden bodo und das IFFF zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Flucht und Vertreibung: Ankommen im Ruhrgebiet“. Es geht um die knapp zwei Millionen Vertriebenen, die allein der Land NRW nach dem Krieg aufnahm. Im Kontext der gegenwärtigen Fluchtbewegungen fragen wir, wie das Ankommen im fremden Westen zwischen Konflikt und Solidarität verlief. Wie gelang die Unterbringung, wie vollzog sich Integration in die neue Heimat? Historische Filmaufnahmen aus der Region und Zeitzeugenberichte bilden die Folie für ein Gespräch mit der Historikerin Dr. Dagmar Kift.